Lunt, Teresa
Die Forscherin, die das IDES-Projekt bei SRI leitete und damit eines der ersten tatsächlich lauffähigen Systeme zur Angriffserkennung baute.
Dorothy Dennings Modell von 1987 beschrieb, wie sich Eindringlinge entdecken lassen, indem man das normale Verhalten von Nutzern lernt und bei Abweichungen Alarm schlägt. Bei SRI International trieb Lunt die Umsetzung in lauffähigen Code voran: IDES und der Nachfolger NIDES kombinierten statistische Anomalieerkennung mit einem regelbasierten Expertensystem für bekannte Angriffsmuster. Diese Aufteilung – Abweichungen gegen Signaturen – ist bis heute die Blaupause für IDS-Produkte.
Lunt arbeitete außerdem an SeaView, dem Versuch einer relationalen Datenbank, die Geheimhaltungsstufen nach den Anforderungen des Orange Book getrennt hielt. Später wurde sie Programmmanagerin bei DARPA und Forschungsleiterin bei Xerox PARC. Dass Fehlalarme der Anomalieerkennung bis heute das Dauerproblem der Branche sind, ist kaum ihre Schuld; schon der erste Bericht benannte es.