IT-Lexikon › Netzwerke › Telnet-Optionsverhandlung

Telnet-Optionsverhandlung

Netzwerke Svenska → Aktualisiert: 2026-10-06

Das kleine Protokoll im Inneren von Telnet, in dem Client und Server Byte für Byte aushandeln, was beide beherrschen.

Festgelegt in RFC 854 und 855, beide von 1983. Der Bytewert 255, IAC („Interpret As Command“), kennzeichnet, dass das Folgende ein Befehl und kein Text ist. Danach kommen WILL, WONT, DO oder DONT plus eine Optionsnummer: IAC DO 31 heißt „nenne mir deine Fenstergröße“ (NAWS), IAC WILL 1 bedeutet, dass der Server das Echo übernimmt. Längere Nutzdaten wandern zwischen SB und SE.

Das Design hat eine bekannte Falle: Ein echtes Byte 255 in den Daten muss verdoppelt werden, sonst wird es als Befehl gelesen. Werkzeuge, die rohes TCP auf Port 23 sprechen, sehen deshalb zu Sitzungsbeginn Datenmüll. Die MUD-Szene entdeckte den Mechanismus in den 1990ern neu und nutzt ihn bis heute für Kompression und Client-Daten.

← Zurück zum Lexikon