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Tear-off-Menü

Programmierung Svenska → Aktualisiert: 2026-10-07

Ein Dropdown-Menü mit gestrichelter „Perforation“ am oberen Rand: Wer darauf klickt, löst das Menü als kleines eigenes Fenster heraus, das auf dem Bildschirm bleibt.

Die Idee: Ein Menü, das man ständig braucht, sollte eine Palette sein dürfen. HyperCard ließ 1987 sein Tools- und sein Patterns-Menü abreißen und neben die Karte legen, und OPEN LOOK tat im Jahr darauf mit seiner Pinnnadel dasselbe: Menü anheften, und es bleibt stehen. Motif 1.2 (1992) übernahm die Funktion als Tear-off mit der Ressource XmNtearOffModel, und die gestrichelte Linie wurde zum Standardbild. Window Maker ließ nach NeXT-Vorbild jedes seiner Menüs per Ziehen am Titel abreißen.

Am weitesten verbreitete es sich über Tk, wo jedes Menü standardmäßig abreißbar war und eine gestrichelte erste Zeile bekam. Deshalb enthält ungefähr jedes Python-Programm mit tkinter die Zeile tearoff=0: Generationen von Programmierern haben den Namen der Funktion ausschließlich dadurch gelernt, dass sie sie abgeschaltet haben. GTK hatte GtkTearoffMenuItem, bis es 2012 als veraltet markiert und in GTK 4 entfernt wurde. Abgerissene Menüs wirkten immer ein wenig provisorisch, und andockbare Werkzeugleisten und Paletten übernahmen die Rolle in den meisten Programmen.

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