Spanning Tree Protocol (STP)
Ein L2-Protokoll (Radia Perlman, 1985, IEEE 802.1D), das Schleifen in geswitchten Netzen verhindert, indem es redundante Verbindungen logisch blockiert, sodass die Topologie zu einem Baum wird. Ohne STP führt eine einzige Kabelschleife zu einem Broadcast-Storm, der das Netz lahmlegt.
Das Problem: Switches leiten Broadcasts überallhin weiter; eine Schleife lässt Frames endlos kreisen und sich vervielfachen → Kollaps. STP wählt eine „Root Bridge" und blockiert Ports, bis nur ein einziger Weg übrig bleibt; fällt dieser aus, öffnet sich eine Reserveverbindung. Klassische Schwäche: langsame Konvergenz (30–50 s im ursprünglichen STP) → RSTP (802.1w) und später MSTP beschleunigten das. Radia Perlman schrieb sogar ein Gedicht über den Algorithmus. Moderne Kritik: STP „verschwendet" redundante Verbindungen, indem es sie blockiert → Rechenzentren setzen lieber auf L3 + ECMP oder Fabric-Techniken (TRILL, SPB), die alle Verbindungen nutzen.