Schrittmotor
Die offene Steuerung, die den Lesekopf um eine feste Anzahl Schritte pro Spur bewegt — einfach, billig und empfindlich gegenüber Wärme.
Ein Schrittmotor dreht sich um einen festgelegten Winkel pro Impuls, sodass sich der Kopf ohne Positionssensor zur richtigen Spur hinzählen lässt. Das machte ihn billig, und er steckte in praktisch jedem Diskettenlaufwerk sowie in frühen Festplatten wie Seagates ST-506 (1980). Der Nachteil: Die Steuerung ist offen — keine Rückmeldung verrät, wo der Kopf tatsächlich gelandet ist, und dehnt sich das Metall durch Wärme aus, wandern die Spuren, sodass der Motor danebengreift. Diese Grenze der Spurdichte durchbrach erst der Schwingspulenmotor mit Servospuren, während Diskettenlaufwerke den Schrittmotor bis zum Schluss behielten.