Standardzelle
Die vorgezeichneten Bausteine, aus denen ein digitaler Chip zusammengesetzt wird: Gatter, Flipflops und Puffer, alle exakt gleich hoch, damit sie in Reihen aufgestellt werden können und sich Stromschienen teilen.
Die Bibliothek liefert die Foundry oder ein IP-Anbieter und legt damit überhaupt erst fest, woraus der Entwurf gebaut werden kann — das Synthesewerkzeug bildet den RTL-Code genau auf diese Zellen ab. Eine Bibliothek enthält Hunderte Zellen, von denen die meisten dieselbe Funktion in unterschiedlichen Treiberstärken sind, denn auf einen stärkeren Treiber zu wechseln ist genau das, was die Werkzeuge tun, wenn ein Signal nicht rechtzeitig ankommt. Die Zellhöhe wird in Spuren angegeben und ist der grundlegende Kompromiss zwischen Dichte und Geschwindigkeit. Was die Bibliothek wertvoll macht, ist aber nicht die Geometrie, sondern die Charakterisierung: gemessene Verzögerung und Leistungsaufnahme als Funktion von Eingangsflanke und Ausgangslast, für jede Kombination aus Prozess, Spannung und Temperatur.