Shellskript
Ein Programm, geschrieben in der eigenen Sprache der Shell. Der Klebstoff von Unix: Befehle ausführen, über Pipes verbinden, Rückgabecodes prüfen. Die erste Zeile bestimmt den Interpreter — #!/bin/bash.
Die Stärke ist, dass einem das ganze System schon als Bibliothek zur Verfügung steht; zehn Zeilen schaffen, wofür man in einer richtigen Programmiersprache hundert braucht. Die Schwäche ist, dass die Sprache voller Fallen steckt: unzitierte Variablen werden an Leerzeichen aufgespalten, falsch geschriebene Namen expandieren still zu nichts, und eine Pipeline liefert nur den Rückgabecode des letzten Befehls. Deshalb beginnen erfahrene Skripte mit set -euo pipefail und zitieren konsequent alles. shellcheck findet das meiste, was trotzdem durchrutscht. POSIX-sh schreibt man, wenn das Skript portabel sein muss, Bash, wenn man Arrays und [[ ]] braucht. Die alte Faustregel gilt noch immer: Sobald ein Skript ein paar hundert Zeilen überschreitet oder echte Datenstrukturen braucht, wechselt man zu Python.