Einschwingzeit
Die Zeit nach einer Suchbewegung, in der der Kopf noch nachschwingt und über der Zielspur stabilisiert werden muss, bevor Lesen oder Schreiben beginnen darf.
Eine Suchbewegung endet nicht in dem Moment, in dem der Schwingspulenmotor den Arm auf den richtigen Zylinder bewegt hat. Der Arm ist eine federnde mechanische Struktur und schwingt einige Mikrometer um das Ziel herum; das Servo muss diese Schwingung dämpfen, bis der Kopf innerhalb eines Bruchteils der Spurbreite still steht. Erst dann ist der Fehlerspielraum klein genug, um zu schreiben, ohne die Nachbarspur zu beschädigen.
Die Einschwingzeit ist deshalb ein versteckter Teil der Suchzeit und einer der Gründe, warum kurze Suchbewegungen nicht proportional schneller sind – die Bewegung selbst mag kurz sein, aber das Einschwingen dauert ungefähr gleich lang. Schreiben verlangt engere Toleranzen als Lesen, weshalb Schreibzugriffe eine längere Einschwingzeit haben.