Scott Fluhrer
Der Cisco-Kryptograf, dessen Initial im FMS-Angriff an erster Stelle steht – jener Arbeit, die WEP zum Lehrbuchbeispiel dafür machte, wie man WLAN nicht absichert.
Fluhrer war Ingenieur bei Cisco und kein Akademiker, als er 2001 mit Itsik Mantin und Adi Shamir „Weaknesses in the Key Scheduling Algorithm of RC4“ veröffentlichte. Die Arbeit zeigte, dass bestimmte schwache IVs Schlüsselmaterial ins erste Ausgabebyte von RC4 durchsickern lassen. Da WEP einen öffentlichen IV schlicht an den geheimen Schlüssel hängte, musste ein Angreifer nur lange genug mithören.
Binnen Monaten kursierten Werkzeuge wie AirSnort, und der FMS-Angriff war der Grund, warum WPA überstürzt auf den Markt kam. Schon ein Jahr zuvor hatten Fluhrer und David McGrew statistische Auffälligkeiten im RC4-Schlüsselstrom dokumentiert. Inzwischen widmet er sich hashbasierten Signaturen und ist Mitautor von RFC 8554, der die Leighton–Micali-Signaturen spezifiziert.