RSID
Die Variante des SID-Dateiformats für C64-Stücke, die nur auf einem vollständig emulierten Commodore 64 korrekt laufen.
Ein gewöhnliches PSID setzt eine wohlerzogene Abspielroutine voraus: eine Init-Adresse, eine Play-Adresse, die fünfzigmal pro Sekunde aufgerufen wird, und keinerlei Ansprüche an den Rest der Maschine. Viele Stücke funktionieren so nicht. Sie steuern ihr Timing über CIA-Timer oder Raster-Interrupts, spielen Digi-Samples über das Lautstärkeregister ab oder bringen den Code einer ganzen Demo rund um die Musik mit. RSID, „Real SID“, kennzeichnet, dass eine Datei eine echte C64-Umgebung braucht — samt KERNAL und Interrupts.
Durch die Trennung kann HVSC auch die sperrigen Stücke archivieren, statt sie in PSID-Form zu zwängen. Der Preis: Player müssen weit mehr emulieren als nur den SID-Chip, was die SIDPlay-Familie über die Jahre gelernt hat.