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Robert Morris (Kryptograf)

Sicherheit Svenska → Aktualisiert: 2026-10-14

Der Mathematiker der Bell Labs, der den Passwortschutz von Unix entwarf, dann Chefwissenschaftler der NSA wurde – und dessen Sohn den Morris-Wurm losließ.

Robert Morris (1932–2011) kam 1960 zu den Bell Labs und schrieb einen guten Teil der Mathematik- und Hilfsprogramme des frühen Unix, darunter den Taschenrechner dc mit Lorinda Cherry. 1979 veröffentlichte er mit Ken Thompson Password Security: A Case History und erklärte darin, warum Unix Passwörter nicht mehr im Klartext speicherte, sondern durch eine absichtlich langsame, gesalzene Funktion schickte – die Vorlage für alle späteren Passwort-Hash-Verfahren.

1986 wechselte er als Chefwissenschaftler des National Computer Security Center zur NSA. Zwei Jahre später legte sein Sohn Robert Tappan Morris mit seinem Wurm große Teile des Internets lahm, was dem Familientisch ein ungewöhnliches Maß an beruflicher Überschneidung verschaffte. Bekannt ist er auch für seine drei Regeln der Computersicherheit: keinen Computer besitzen, ihn nicht einschalten und ihn nicht benutzen.

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