RIPEMD-160
Eine europäische 160-Bit-Hashfunktion von 1996, heute vor allem als halbe Zutat der Bitcoin-Adressen bekannt.
Hans Dobbertin, Antoon Bosselaers und Bart Preneel entwickelten sie in Löwen (Leuven) als gehärtete Version von RIPEMD, das selbst aus dem EU-Projekt RIPE hervorging und vom selben Entwurf wie MD4 abstammt. Der Kniff: zwei parallele Berechnungsstränge mit unterschiedlichen Konstanten, die am Ende zusammengeführt werden – ein Angreifer muss also beide gleichzeitig brechen.
Das ursprüngliche RIPEMD fiel 2004 durch Kollisionen, die 160-Bit-Variante hat sich aber deutlich besser gehalten als ihr Zeitgenosse SHA-1. Die Verbreitung von SHA-1 erreichte sie nie – bis Bitcoin ihr ewiges Leben schenkte: Eine Adresse ist das RIPEMD-160 des SHA-256 des öffentlichen Schlüssels.