RAM-Disk
Eine virtuelle „Festplatte", die vollständig im RAM liegt und dadurch extreme Lese-/Schreibgeschwindigkeit bietet, beim Neustart aber verschwindet (flüchtig). Nützlich für temporäre Dateien, Caches und Scratch-Daten, wo Geschwindigkeit alles ist und Persistenz nicht gebraucht wird.
Mechanik: Das Betriebssystem reserviert einen Teil des RAM und stellt ihn als Dateisystem bereit. Unter Linux: tmpfs (worauf /tmp und /dev/shm oft liegen) oder ramfs; unter Windows gibt es Drittanbieter-Tools. Gewinn: Größenordnungen schneller als selbst eine NVMe-SSD, perfekt für Compiler-Scratch, Datenbank-Temp-Dateien, Videoschnitt-Cache. Kompromiss: Alles verschwindet bei Neustart/Stromausfall (flüchtig), und es frisst vom Arbeitsspeicher. Anders als der normale Festplatten-Cache des Betriebssystems (der automatisch arbeitet), ist es ein expliziter, dedizierter Bereich. tmpfs kann bei Speicherknappheit zudem ausgelagert werden. Ein klassischer Trick, um I/O-lastige, kurzlebige Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Verwandt mit Swap und zram.