PRML
Der Lesekanal, der die wahrscheinlichste Bitfolge berechnet, statt nach Spitzen zu suchen — damit konnte die Festplatte dichter packen.
PRML (Partial-Response-Maximum-Likelihood) kombiniert partielles Ansprechverhalten (PR4, EPR4) mit Viterbi-Detektion: Statt Spannungsspitzen zu jagen, tastet der Kanal das Signal ab und berechnet die wahrscheinlichste Bitsequenz, selbst wenn benachbarte Bits ineinander verschmieren. IBM verbaute die Technik 1990 in Festplatten und löste damit die Spitzenwerterkennung ab, wodurch die Flächendichte deutlich steigen konnte. PRML arbeitet zusammen mit RLL-Codes und wurde später zu EPRML und NPML weiterentwickelt.
Wer je "PRML" auf einem Festplattenetikett gesehen hat, hielt also ein Stück Signalverarbeitungstheorie in der Hand, getarnt als Speicherjargon.