Party-Version
Die kurz vor Compo-Schluss abgegebene Fassung einer Demo — samt den Fehlern und unfertigen Szenen, die das mit sich bringt.
Demos entstehen gegen eine harte Frist: den Abgabeschluss der Compo auf einer Demoparty. Was auf der großen Leinwand läuft, wurde oft in den letzten Nächten zusammengeschustert, in einer Halle voller Rechner und bei akutem Schlafmangel. Der Musiksync driftet, ein Effekt fehlt, und der Endscreen „Final version coming soon“ ist praktisch ein eigenes Genre.
Wochen oder Monate später veröffentlicht die Gruppe vielleicht eine Final Version mit behobenen Fehlern, mehr unterstützten Plattformen und der Szene, die es nicht rechtzeitig geschafft hat. Archive wie Pouët führen beide. Oft bleibt trotzdem die Party-Version im Gedächtnis, weil das Publikum sie gesehen und bewertet hat — und die Final nie erscheint.