Overlay-Planes (X11)
Zusätzliche Bitplanes über dem normalen Framebuffer, damit Menüs und Cursor erscheinen und verschwinden konnten, ohne dass das darunterliegende Bild neu gezeichnet werden musste.
High-End-Workstations von Silicon Graphics, Hewlett-Packard und anderen besaßen neben dem Hauptpuffer einige Ebenen mit eigenen Pixeln, die darüber angezeigt wurden. Ein Pixelwert im Overlay war transparent und ließ das Bild darunter durchscheinen. Ein im Overlay gezeichnetes Menü konnte sich über einer aufwendigen 3D-Szene öffnen und schließen, ohne dass das zeichnende Programm auch nur ein Expose-Ereignis bekam.
X11 kannte dafür kein Konzept. Die Hersteller einigten sich stattdessen auf eine Konvention: Die Eigenschaft SERVER_OVERLAY_VISUALS am Root-Fenster listet auf, welche Visuals zum Overlay gehören und welcher Pixelwert transparent ist. GLX erhielt das Gegenstück als Layer oberhalb von Ebene null. Als Grafikkarten dazu übergingen, Fenster als Texturen zu komponieren, wurden Overlays überflüssig; die Konvention überlebt heute vor allem in alter CAD-Software.