Operation Buccaneer
Der koordinierte Schlag des US-Zolldienstes gegen die Spitze der Warez-Szene im Dezember 2001.
Am 11. Dezember 2001 führte der US-Zoll gemeinsam mit der Polizei unter anderem in Großbritannien, Finnland, Norwegen, Schweden und Australien an einem einzigen Tag rund siebzig Durchsuchungen durch. Ziel waren nicht die Downloader, sondern die Quelle: die Gruppen, die Software cracken und veröffentlichen, und die Topsites, auf denen Releases zuerst landeten. DrinkOrDie war das Hauptziel, doch auch Razor 1911 und mehrere andere Gruppen wurden getroffen.
Die Ermittlungen hatten über ein Jahr gedauert, mit verdeckten Ermittlern innerhalb der Gruppen, und führten in mehreren Ländern zu Verurteilungen. Das Verhalten der Szene änderte sich: mehr Verschlüsselung, weniger Mitglieder, engere Zirkel. Dass die Releases trotzdem weiter erschienen, zeigte, dass Warez eine Struktur und keine Organisation ist – und eine Struktur kann man nicht verhaften.