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Mikrocode

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-09-12

Ein Programm im Inneren des Prozessors, das dem Silizium erklärt, was jeder Befehl eigentlich bedeutet.

Maurice Wilkes schlug die Idee 1951 vor: Statt für jeden Befehl eine fest verdrahtete Steuerlogik zu bauen, speichert man eine Tabelle einfacher Mikrobefehle, die ihn gemeinsam ausführen. Das machte komplizierte Befehlssätze beherrschbar und war eine Voraussetzung für das IBM System/360, bei dem derselbe Befehlssatz auf Maschinen mit völlig unterschiedlichem internem Aufbau laufen konnte.

Moderne x86-Prozessoren zerlegen komplexe Befehle in intern eingeplante Mikrooperationen, während einfache Befehle direkt durchlaufen. Dass sich der Mikrocode nach der Fertigung aktualisieren lässt, ist sicherheitskritisch geworden: Die Gegenmaßnahmen gegen Spectre und Meltdown wurden teilweise als Mikrocode-Updates über BIOS und Betriebssystem ausgeliefert — auf Kosten der Leistung.

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