IT-Lexikon › Sicherheit › Michael Schroeder

Michael Schroeder

Sicherheit Svenska → Aktualisiert: 2026-10-15

Informatiker, dessen Name auf zwei Gründungstexten der IT-Sicherheit steht: den Saltzer–Schroeder-Prinzipien und dem Needham–Schroeder-Protokoll.

Schroeder promovierte am MIT über Multics und schrieb 1975 mit Jerome Saltzer The Protection of Information in Computer Systems. Die acht Entwurfsprinzipien darin – geringste Privilegien, sichere Voreinstellungen, Sparsamkeit der Mechanismen, offener Entwurf und der Rest – werden in Lehrbüchern bis heute wörtlich zitiert, auch weil sie seither niemand besser formuliert hat.

Mit Roger Needham veröffentlichte er 1978 das Schlüsselaustauschprotokoll mit vertrauenswürdigem Server, das zur Grundlage von Kerberos wurde. Danach arbeitete er bei Xerox PARC, wo er am verteilten Mailsystem Grapevine mitbaute, und später im DEC-Forschungslabor und bei Microsoft Research. Dass das Protokoll sich als fehlerhaft erwies, machte es nur zu einem besseren Lehrbeispiel.

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