Matthew Garrett
Der Linux-Entwickler, der 2012 shim schrieb, den winzigen Bootloader der ersten Stufe, mit dem gängige Linux-Distributionen auf Secure-Boot-Rechnern weiterhin starten.
Als Microsoft verlangte, dass Windows-8-PCs mit aktiviertem UEFI Secure Boot ausgeliefert werden, sah es eine Zeit lang so aus, als würde Linux von handelsüblicher Hardware ausgesperrt. Garrett, damals bei Red Hat, schrieb shim: einen minimalen, mit Microsofts Schlüssel signierten Loader, der seinerseits GRUB und Kernel der Distribution gegen deren eigene Schlüssel prüft. Das war pragmatisch statt elegant – und ist bis heute der Standardweg.
Zuvor hatte er viel an Energieverwaltung und ACPI im Linux-Kernel gearbeitet, und seither schreibt er ausführlich über TPMs, Firmware und darüber, was man an einem Computer überhaupt für vertrauenswürdig halten kann. Sein Blog ist eine der wenigen Stellen, an denen die Boot-Kette von jemandem erklärt wird, der sie sowohl implementiert als auch verflucht hat.