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Martin Wiberg

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-09-14
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Geboren
Gestorben
Bekannt für
Kompakte Differenzmaschine, gedruckte Logarithmentafeln
Nationalität
Schwedisch

Schrumpfte die Differenzmaschine auf die Größe einer Nähmaschine — und nutzte sie dann, um Tafeln herauszugeben, die sich sonst niemand auszurechnen traute.

Wo Scheutz' Maschine ein Möbelstück war, passte Wibergs in einen Kasten. Sie wurde um 1860 fertig, arbeitete nach demselben Differenzprinzip und goss die Stereotypplatten gleich mit — das Ergebnis wanderte also vom Zahnrad direkt zur Druckpresse, ohne dass unterwegs jemand eine Ziffer ablas. Genau darum ging es: Die Fehler in den alten Tafelwerken entstanden fast immer beim Ablesen und Setzen, nicht beim Rechnen.

1875 veröffentlichte er fünfstellige Logarithmen für die Zahlen 1 bis 100.000, von der Maschine berechnet und gesetzt, in schwedischer, deutscher, französischer und englischer Ausgabe. Ansonsten war Wiberg ein produktiver und oft wenig einträglicher Erfinder mit Patenten von der Mechanik bis zur Molkereitechnik. Die Maschine steht heute im Tekniska museet in Stockholm. Für die britische Industriegeschichte ist die Bilanz schwer verdaulich: Im 19. Jahrhundert wurden zwei funktionierende Differenzmaschinen gebaut, beide in Schweden, beide von Männern ohne nennenswerte Förderung.

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