Magnavox Odyssey
Mehr Infos
- Erstellt von
- Ralph Baer
- Jahr
- 1972
- Typ
- Spielkonsole
- Verkaufszahl
- etwa 350.000 Exemplare
Die weltweit erste Heimkonsole: kein Prozessor, kein Ton, keine Punktezählung — dafür Plastikfolien zum Ankleben auf den Fernsehbildschirm.
Ralph Baer skizzierte bereits 1966 erste "Fernsehspiele" und hatte 1968 einen funktionierenden Prototyp namens Brown Box. Magnavox brachte ihn 1972 auf den Markt. Die Konsole bestand aus diskreten Transistoren und Dioden, die drei weiße Quadrate zeichneten; die Spiele wurden über einsteckbare Leiterplatten sowie farbige Plastikfolien bestimmt, die auf den Bildschirm geklebt wurden, um einen Hintergrund zu liefern. Den Punktestand mussten die Spieler selbst mitzählen.
Etwa 350.000 Exemplare wurden verkauft, gebremst unter anderem vom Gerücht, sie funktioniere nur mit Magnavox-eigenen Fernsehern. Baers Patente erwiesen sich als weit bedeutender als das Produkt selbst: Sie lagen einer Reihe von Prozessen in den 1970er- und 80er-Jahren zugrunde und brachten Magnavox Lizenzeinnahmen aus praktisch der gesamten jungen Spielebranche ein.