Lester S. Hill
Ein amerikanischer Mathematiker, der 1929 eine Chiffre beschrieb, die mit Matrixalgebra mehrere Buchstaben auf einmal verschlüsselt.
Lester S. Hill (1891–1961) war Professor für Mathematik. 1929 veröffentlichte er „Cryptography in an Algebraic Alphabet" im American Mathematical Monthly. Die Hill-Chiffre teilt den Klartext in Blöcke und multipliziert jeden Block modulo 26 mit einer Schlüsselmatrix. Sie war eine der ersten praktisch einsetzbaren polygraphischen Chiffren und machte die Häufigkeitsanalyse einzelner Buchstaben nahezu wirkungslos.
Ihre Schwäche ist die Algebra selbst. Mit genügend bekannten Paaren aus Klar- und Geheimtext kann ein Angreifer die Schlüsselmatrix mit linearer Algebra berechnen; gegen Known-Plaintext-Angriffe hat die Chiffre also keine Verteidigung.