kube-vip
Gibt der Kubernetes-Control-Plane eine schwebende virtuelle IP auf blankem Blech, damit kubectl auch dann eine Adresse zum Reden hat, wenn der Knoten dahinter gerade neu startet.
Ein Cluster mit drei Control-Plane-Knoten braucht einen gemeinsamen Endpunkt, in der Cloud gibt es den gratis vom Lastverteiler des Anbieters. Auf eigener Hardware bestand die traditionelle Lösung aus keepalived für die virtuelle Adresse plus HAProxy für die Verteilung — zwei zusätzliche Dienste, die konfiguriert und am Leben gehalten werden müssen, bevor das Cluster überhaupt existiert. kube-vip übernimmt dieselbe Aufgabe als statischer Pod auf den Knoten: Die Leader-Wahl läuft über die eigenen Leases von Kubernetes, die Adresse wird entweder per ARP vom gewählten Leader oder per BGP gegenüber den Routern des Netzes angekündigt. Dieselbe Komponente kann außerdem Adressen an LoadBalancer-Services verteilen, was MetalLB in kleineren Umgebungen überflüssig macht.