IRQ Coalescing
NIC-Funktion: mehrere Pakete pro Interrupt bündeln statt ein Interrupt pro Paket. Bei 10 GbE+ mit kleinen Paketen würden Millionen Interrupts pro Sekunde die CPU komplett in die Knie zwingen. Coalescing tauscht Latenz gegen Durchsatz.
Tunables: rx-usecs (bis zu X µs warten oder bis N Pakete gepuffert sind), rx-frames. ethtool -C eth0 rx-usecs 50. Standard oft auto-adaptiv — der Treiber passt sich an die Rate an. Abwägung: latenzempfindliche Workloads (HFT, Echtzeit-Gameserver) → Coalescing auf 0 senken → mehr CPU-Last, niedrigere Tail-Latenz. Durchsatzempfindliche Workloads (Bulk-Transfer) → Coalescing erhöhen → CPU wird geschont, bessere Batch-Effizienz. Moderne Lösung: NAPI (Network API) in Linux — Polling-Modus unter Last, Umschalten auf Interrupts im Leerlauf.