IND-CPA
Ein Verschlüsselungsverfahren ist IND-CPA-sicher, wenn ein Angreifer selbst mit Zugriff auf ein Verschlüsselungsorakel nicht erkennen kann, welche von zwei gewählten Nachrichten verschlüsselt wurde.
IND steht für Ununterscheidbarkeit (indistinguishability), CPA für Chosen-Plaintext-Angriff. Der Angreifer darf Chiffretexte zu beliebigen Klartexten anfordern und muss dann raten, welche von zwei bekannten Nachrichten hinter einem Challenge-Chiffretext steckt. Goldwasser und Micali formalisierten die Idee 1982; heute ist sie die Mindestanforderung, um ein Verschlüsselungsverfahren überhaupt sicher zu nennen.
ECB fällt glatt durch: Gleicher Klartext ergibt gleichen Chiffretext, und der Angreifer gewinnt durch bloßen Vergleich. Ein IND-CPA-sicheres Verfahren muss seine Ausgabe randomisieren, typischerweise mit einem frischen IV oder einer Nonce pro Nachricht.