Tauchkühlung
Ganze Server werden in eine nicht leitende Flüssigkeit getaucht. Klingt nach einem Scherz, bis die Rackdichte fünfzig Kilowatt übersteigt und Luft nicht mehr reicht.
Es gibt zwei Varianten. Bei einphasigen Systemen bleibt die Flüssigkeit flüssig und wird zu einem Wärmetauscher gepumpt; das ist einfacher und nutzt vergleichsweise unspektakuläre Öle. Bei zweiphasigen Systemen liegt der Siedepunkt der Flüssigkeit knapp über der Betriebstemperatur der Komponenten, sodass sie direkt am Chip siedet und an einer Kühlschlange im Deckel des Tanks kondensiert — der Wärmeübergang ist dramatisch besser, weil der Phasenwechsel die Energie trägt.
Der Haken: Die dafür geeigneten Flüssigkeiten gehören zur PFAS-Familie, und 3Ms Ankündigung, aus dieser Fertigung auszusteigen, hat die Marktplanung durcheinandergebracht. Die Vorteile sind real: keine Lüfter, ein Kühlaufwand nahe dem theoretischen Minimum und nutzbare Abwärme. Die Wartung dagegen ist eine nasse Angelegenheit.