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Happy Eyeballs

Netzwerke Svenska → Aktualisiert: 2026-09-10

Der Algorithmus, der dafür sorgt, dass ein Dual-Stack-Client IPv6 und IPv4 parallel probiert, statt eine Minute lang hängenzubleiben, wenn der IPv6-Pfad kaputt ist.

Das Problem prägte die Übergangsjahre: Ein Rechner bekam eine IPv6-Adresse, die funktionsfähig aussah, deren Route aber kaputt war — und weil IPv6 bevorzugt wird, wartete der Browser das komplette TCP-Timeout ab, bevor er IPv4 versuchte. Nutzer schlossen daraus, IPv6 mache das Internet langsam, was die Verbreitung jahrelang bremste. RFC 6555 von 2012, aktualisiert als RFC 8305 im Jahr 2017, schreibt vor, dass der Client zuerst die IPv6-Verbindung startet und nach rund 250 Millisekunden IPv4 nachstartet, falls sich nichts getan hat. Wer zuerst ankommt, gewinnt, die andere Verbindung wird abgebrochen. Die aktuelle Spezifikation weitet dasselbe Wettrennen auch auf die Namensauflösung aus.

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