Grøstl
Eine dänische Hashfunktion, die es ins SHA-3-Finale schaffte und trotzdem nie zum Standard wurde.
Grøstl wurde 2008 von einem Team um Lars Knudsen vorgeschlagen und kam unter die fünf Finalisten des SHA-3-Wettbewerbs von NIST. Die Permutation greift auf AES-ähnliche Bausteine zurück; wer die Rijndael-Spezifikation gelesen hat, erkennt die Einzelteile sofort wieder.
An der Sicherheit lag es nicht. Als 2012 Keccak gewann, gab es keinen guten Grund, den Zweitplatzierten zu nehmen. Grøstl lebt heute vor allem in Kryptographie-Vorlesungen weiter, als Beispiel für eine Hashfunktion aus Blockchiffre-Komponenten.