Gravis UltraSound
Die Soundkarte, die die Demoszene liebte — Wavetable mit eigenem Sample-RAM, die 32 Kanäle in Hardware mischte.
Die Gravis UltraSound (GUS) erschien 1992 beim kanadischen Hersteller Advanced Gravis. Der GF1-Chip der Karte erzeugte Wavetable-Synthese mit eigenem Sample-RAM — 256 KB, erweiterbar auf 1 MB — und konnte bis zu 32 Stimmen in Hardware mischen. Man lud die Instrumente einmal hoch und überließ den Rest der Karte, statt wie bei der Sound Blaster den Prozessor zu belasten.
Das machte die GUS zum Liebling der Demoszene: MOD- und S3M-Musik klang sauberer und brauchte weniger CPU-Last als bei der Konkurrenz. Viele Demos unterstützten zuerst die GUS und erst danach die Sound Blaster, und „GUS-only"-Releases wurden zu einer Art Statussymbol. Kommerziell wurde sie nie ein Kassenschlager — in der Szene aber war sie König.