IT-Lexikon › Sicherheit › Gary McKinnon

Gary McKinnon

Sicherheit Svenska → Aktualisiert: 2026-10-14

Der schottische Systemadministrator, der auf US-Militärrechnern nach Beweisen für UFOs suchte und danach ein Jahrzehnt lang gegen seine Auslieferung kämpfte.

2001 und 2002 brach Gary McKinnon unter dem Pseudonym Solo von seiner Wohnung in London aus in rund neunzig Rechner der NASA und des US-Militärs ein. Die Methode war alles andere als raffiniert: Er scannte nach Windows-Rechnern mit leeren oder voreingestellten Administratorpasswörtern und fand reichlich. Er suchte nach eigener Aussage Beweise dafür, dass die Regierung außerirdische Technik geheim hielt; die Staatsanwaltschaft sprach vom größten Hack auf Militärcomputer aller Zeiten.

Die USA beantragten 2002 seine Auslieferung. Nachdem bei ihm das Asperger-Syndrom diagnostiziert worden war, wurde der Fall in Großbritannien zu einer politischen Angelegenheit, und im Oktober 2012 untersagte Innenministerin Theresa May die Auslieferung wegen Suizidgefahr. Die britische Staatsanwaltschaft verzichtete anschließend auf eine Anklage. Die eigentliche Lehre des Falls betrifft weniger McKinnon als die Passwörter.

← Zurück zum Lexikon