Filterblase Filter Bubble
Die Vorstellung, dass personalisierte Algorithmen einem immer mehr von dem zeigen, was man ohnehin schon mag, und dadurch unbemerkt das eigene Bild der Realität verengen. Der Begriff wurde von Eli Pariser 2011 in seinem Buch The Filter Bubble geprägt.
Zu unterscheiden von der Echokammer, die selbstgewählt ist — die Filterblase ist etwas, das das System mit einem macht, ohne dass man es merkt. Der Mechanismus ist simpel: Ein auf Engagement optimiertes Empfehlungsmodell lernt, dass Dinge, auf die man klickt, mehr Klicks erzeugen, und Vielfalt kostet. Das Forschungsbild ist allerdings uneindeutiger als die populäre Erzählung. Mehrere Studien zeigen, dass die Online-Nachrichtendiät der Menschen breiter ist als offline, weil man auf Material stößt, das man nie gezielt gesucht hätte, und dass starke Einseitigkeit eine kleine, aber aktive Minderheit betrifft. Dass Algorithmen die Aufmerksamkeit formen, ist unstrittig — die Frage ist, wie stark, und für wen.