FF1
Mehr Info
- Erfinder
- Mihir Bellare, Phillip Rogaway, Terence Spies (FFX)
- Jahr
- 2016
- Typ
- Modus für formaterhaltende Verschlüsselung
- Spezifikation
- NIST SP 800-38G
Das NIST-Standardverfahren, um eine Zahl oder Zeichenkette so zu verschlüsseln, dass das Ergebnis dieselbe Länge und dasselbe Alphabet hat wie die Eingabe.
Im Kern steckt ein unbalanciertes Feistel-Netzwerk mit zehn Runden und einer AES-basierten Rundenfunktion. Die Eingabe wird über einer beliebigen Basis in zwei Hälften geteilt — zehn Ziffern, 26 Buchstaben, was das Feld eben hergibt — und jede Runde addiert die AES-Ausgabe modulo dieser Basis. Ein Tweak beliebiger Länge fließt ein, sodass dieselbe Kartennummer in verschiedenen Tabellen unterschiedlich verschlüsselt wird.
FF1 stammt von FFX ab, das Bellare, Rogaway und Spies 2010 vorschlugen, und wurde 2016 in SP 800-38G standardisiert. Die Schwachstelle sind kleine Wertebereiche: Ein vierstelliges Feld hat nur 10.000 mögliche Werte, da kommt man mit einer Nachschlagetabelle schon weit. Der Revisionsentwurf von 2019 verlangt deshalb mindestens eine Million mögliche Eingaben. Wer PIN-Codes auf diese Weise schützen will, hat etwas grundlegend missverstanden.