Fault-Injection-Angriff
Ein Angriff, der eine kryptografische Berechnung gezielt stört, etwa durch einen Spannungsglitch oder Laserpuls, und die fehlerhaften Ergebnisse auswertet.
Die klassische Variante beschrieben Boneh, DeMillo und Lipton 1997. Eine einzige fehlerhafte RSA-Signatur genügt, um den Modulus zu faktorisieren, wenn die Berechnung das CRT-Verfahren nutzt; das ging als Bellcore-Angriff in die Literatur ein. Die Idee ist simpel: Trifft der Fehler den richtigen Schritt, verrät die falsche Ausgabe das Geheimnis.
Das ist keine reine Theorie. Laserpulse, Spannungseinbrüche und Taktglitches wurden gegen Smartcards und Secure Elements eingesetzt. Gegenmaßnahmen sind Redundanzprüfungen, die ein Ergebnis verifizieren, bevor es den Chip verlässt, sowie Schutz gegen physische Manipulation.