EtherChannel
Mehrere physische Switch-Verbindungen zu einer logischen Verbindung ("Port Channel") bündeln, für mehr Bandbreite und Redundanz. Ciscos Name für Linkaggregation; der Standard heißt LACP (802.3ad). STP sieht das Bündel als eine einzige Verbindung, sodass keine blockiert wird.
Mechanik: 2–8 parallele Verbindungen zwischen zwei Switches werden zu einem logischen Kanal zusammengefasst. Der Traffic wird per Hash über die physischen Links verteilt (auf Quell-/Ziel-MAC, IP oder Ports) — ein einzelner Flow nimmt dabei aber immer denselben physischen Link (keine Umsortierung). Fällt ein Link aus, laufen die anderen weiter (Redundanz ohne STP-Konvergenz). Der Gewinn: Die Bandbreite summiert sich (4×10G = 40G logisch), und STP behandelt das Bündel als eine Verbindung → keine blockierten, verschwendeten Links zwischen den Switches. Ausgehandelt wird mit LACP (offener Standard, empfohlen), Ciscos älterem PAgP oder statisch. Die Falle: Beide Enden müssen übereinstimmend konfiguriert sein, sonst kommt kein Kanal zustande. Ein Grundbaustein in Rechenzentrums- und Campus-Uplinks. Eng verwandt mit LACP und LACP-Fallback.