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dtcalc

Infrastruktur Svenska → Aktualisiert: 2026-10-09
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Erstellt von
Rich Burridge (Sun Microsystems)
Typ
Taschenrechner
Lizenz
LGPL (seit 2012)

Der Taschenrechner von CDE, direkter Nachfahre von Rich Burridges calctool aus SunView, mit wissenschaftlichem, finanzmathematischem und logischem Modus sowie RPN für die HP-Fraktion.

dtcalc lag im Werkzeugfach des Front Panel jedes CDE-Systems und sah aus wie ein klobiger Taschenrechner in Motif-Grau: ein Display, eine Auswahl der Zahlenbasis (binär, oktal, dezimal, hexadezimal), drei Modi – Scientific, Financial und Logical –, die das Tastenlayout austauschen, zehn Speicherregister und die Wahl zwischen algebraischer Eingabe und umgekehrter polnischer Notation. Der Finanzmodus beherrschte Annuitäten, Barwert und Abschreibung, der logische Modus AND, OR, XOR, NOT und Shifts, und die Genauigkeit stellte man im Menü ein. Das war mehr, als die meisten von einem Schreibtischspielzeug verlangten, und mehr, als xcalc je bot.

Das Programm wurde nicht für CDE geschrieben, sondern portiert. Rich Burridge bei Sun schrieb calctool in den 1980ern für SunView, es zog als XView-Programm in DeskSet nach OpenWindows um, und als Sun seine Desktop-Werkzeuge zu CDE beisteuerte, wurde daraus dtcalc in Motif. Dieselbe Codebasis lebte als gcalctool in GNOME 2 weiter; der Taschenrechner einer Linux-Distribution um 2010 war im Kern also dasselbe Programm, das schon auf einer Sun-3 lief. Nur wenige CDE-Werkzeuge können mit einer so langen Ahnenreihe aufwarten.

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