Display Ghostscript
Der freie Ersatz des GNU-Projekts für Adobes Display PostScript, auf Ghostscript aufgebaut, damit DPS-Programme auch auf gewöhnlichen X-Servern zeichnen konnten.
Display PostScript wurde mit den X-Servern von Sun, DEC und IBM ausgeliefert, nie aber mit XFree86, weil Adobe dafür Lizenzgebühren verlangte. Das war für GNUstep misslich, das OpenStep folgte und damit einem Zeichenmodell, in dem alles durch PostScript läuft. DGS entstand in den späten 1990er-Jahren und nutzte den Ghostscript-Interpreter als Motor: DPS-Aufrufe gingen an einen eigenen Prozess statt an eine Erweiterung im X-Server, und die Ausgabe landete in normalen X-Fenstern.
Es funktionierte, war aber langsam und fragil. Anfang der 2000er schrieb GNUstep eigene Backends, die direkt über Xlib und später libart und Cairo zeichneten – damit verlor DGS seinen einzigen nennenswerten Nutzer. Das Projekt verschwand, ohne dass es jemand groß bemerkte.