Dan Egerstad
Schwedischer Sicherheitsberater, der 2007 bewies, dass Tor zwar verbirgt, wer man ist, aber nicht, was man sendet — indem er die E-Mail-Passwörter von Botschaften veröffentlichte.
Egerstad betrieb fünf Tor-Exit-Knoten und beobachtete den Datenverkehr, der sie verließ. Ein Großteil davon war unverschlüsseltes POP3 und IMAP; im August 2007 veröffentlichte er die Zugangsdaten zu rund hundert E-Mail-Konten von Botschaften und Regierungsbehörden, darunter aus Iran, Indien und Russland. Sein Punkt: Die Nutzer hielten Tor für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, dabei endet die Anonymität am letzten Hop.
Im November desselben Jahres durchsuchte die schwedische Polizei sein Zuhause und beschlagnahmte seine Rechner. Die Lehre steht bis heute in jeder Tor-Anleitung: Anonymität und Vertraulichkeit sind verschiedene Eigenschaften, und wer einen Exit-Knoten betreibt, sieht alles, was nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt ist.