IT-Lexikon › Programmierung › Zyklomatische Komplexität

Zyklomatische Komplexität

Programmierung Svenska → Aktualisiert: 2026-09-07

Zählt, wie viele unabhängige Pfade durch eine Funktion führen — in der Praxis die Anzahl der if-Anweisungen plus eins.

Thomas McCabe definierte das Maß 1976 als die Anzahl linear unabhängiger Pfade durch den Kontrollflussgraphen eines Programms. Die praktische Abkürzung besteht darin, Entscheidungspunkte zu zählen: Jedes if, while, case und jeder logische Operator addiert eins. Die Zahl entspricht außerdem der Mindestanzahl an Testfällen, die nötig sind, um jeden Zweig abzudecken — McCabes ursprünglicher Punkt.

Als Werkzeug ist das Maß stumpf. Es korreliert stark mit der Zeilenzahl, sagt also selten etwas, was nicht ohnehin schon sichtbar war, und lässt sich durch das Auslagern von Hilfsfunktionen drücken, ohne dass das Ganze dadurch verständlicher wird. Der Nutzen liegt darin, Ausreißer zu finden — eine Funktion mit Komplexität 60 ist immer einen Blick wert, unabhängig davon, was das Maß sonst taugt.

← Zurück zum Lexikon