Koronadraht
Ein dünner Hochspannungsdraht in Laserdruckern und Kopierern, der die Trommel elektrostatisch auflädt — und dabei nach Ozon riecht.
Der Koronadraht (Corotron) ist straff nahe der lichtempfindlichen Trommel gespannt und erzeugt eine Koronaentladung von mehreren Kilovolt, die die Trommeloberfläche gleichmäßig elektrostatisch auflädt, bevor der Laser das Bild schreibt. Ein zweiter Draht, die Transferkorona, zieht anschließend den Toner auf das Papier. Der Name stammt vom schwachen Glimmlicht rund um den Draht.
Die Entladung erzeugt außerdem Ozon, was den charakteristischen Geruch älterer Kopierer erklärt — samt der Ozonfilter, mit denen sie ausgestattet wurden. Staub auf dem Draht verursacht Streifen im Ausdruck, weshalb er gereinigt werden muss. In modernen Druckern wurde der Koronadraht größtenteils durch eine Ladewalze (BCR) ersetzt, die kompakter ist und weniger Ozon abgibt. Das Prinzip geht auf Chester Carlsons Xerografie von 1938 zurück.