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cmdtool und shelltool

Infrastruktur Svenska → Aktualisiert: 2026-10-09
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Hersteller
Sun Microsystems
Jahr
Typ
Terminalemulator
Nachfolger
dtterm

Suns zwei Terminalfenster, eines mit Scrollback und editierbarem Text, eines als schlichtes tty: eine Aufteilung, die nur sinnvoll war, bis xterm das Scrollen lernte.

Beide erschienen 1985 mit SunView und zogen 1989 in OpenWindows um, als Sun auf X und XView umstieg. shelltool war ein gewöhnlicher Terminalemulator: Ausgabe, die oben hinausscrollte, war weg. cmdtool basierte dagegen auf dem Text-Subfenster von XView, sodass alles Vergangene in einem editierbaren Puffer mit Bildlaufleiste lag; man konnte alte Ausgaben markieren, in die Kommandozeile einfügen und sogar bearbeiten, bevor man Enter drückte. Der Haken: Vollbildprogramme wie vi brachten es durcheinander, weshalb cmdtool in einen tty-Modus und zurück wechselte, nicht immer sauber. Mit der Option -C diente cmdtool zudem als Systemkonsole und fing Kernelmeldungen ab – deshalb hatten so viele SPARCstations ein kleines ikonisiertes Konsolenfenster in einer Ecke.

Die Oberfläche war durch und durch OPEN LOOK: Pushpin-Menüs, eine Bildlaufleiste mit „Fahrstuhl“ und die mittlere Maustaste zum Anpassen der Auswahl. Als Solaris in den späten 1990ern von OpenWindows zum CDE wechselte, übernahm dtterm im selben Motif-Look wie alles andere, und Anfang der 2000er war das Paar aus Solaris verschwunden. Die Idee des Terminals als editierbares Dokument lebt im Emacs-shell-mode fort; in gewöhnlichen Terminalemulatoren setzte sich shelltools Modell durch: ein Verlauf, den man nur lesen kann.

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