Clientseitige Dekoration
Wenn eine Anwendung Titelleiste und Rahmen selbst zeichnet, statt das dem Fenstermanager zu überlassen.
Unter X11 war die Arbeitsteilung klar: Die Anwendung zeichnete ihren Inhalt, und der Fenstermanager legte per Reparenting einen Rahmen darum. Programme, die keinen Rahmen wollten, baten darum über die Eigenschaft _MOTIF_WM_HINTS – ein Überbleibsel von mwm, das am Ende jeder Fenstermanager beachtete.
GTK 3 führte um 2013 die Header Bar ein, die Schaltflächen, Suche und Titel in einer einzigen Zeile vereint, und GNOME machte sie zur Regel. Wayland setzt dasselbe Modell voraus, weil der Compositor so ganz ohne eigene Zeichenlogik auskommt. Der Nachteil zeigt sich, wenn eine Anwendung hängt: Dann hängt auch ihr Schließen-Knopf. KDE blieb bei serverseitigen Dekorationen, und die Protokollerweiterung xdg-decoration gibt es, damit Client und Compositor sich einigen können, wer zeichnet.