Claude Shannon
Begründete die Informationstheorie mit einem einzigen Aufsatz 1948 — nachdem er schon als Student gezeigt hatte, dass boolesche Algebra elektrische Schaltungen beschreibt.
Seine Masterarbeit von 1937 verband die Logik des 19. Jahrhunderts mit Relaisschaltungen und wurde zur Grundlage des gesamten digitalen Schaltungsentwurfs. Elf Jahre später erschien „A Mathematical Theory of Communication", die das Bit als Informationsmaß einführte, die Entropie von Informationsquellen definierte und bewies, dass jeder Kanal eine exakte Kapazitätsgrenze besitzt, unterhalb derer fehlerfreie Übertragung möglich ist.
Das Ergebnis war kontraintuitiv und folgenreich: Rauschen begrenzt nicht die Genauigkeit, sondern die Geschwindigkeit. Von Modems über Mobilfunknetze bis zu fehlerkorrigierenden Codes auf Festplatten arbeitet alles gegen Shannons Grenze. Nebenbei baute er Jonglier-Maschinen und eine mechanische Maus, die den Weg durch ein Labyrinth lernte.