IT-Lexikon › Datenbanken › Checkpoint (Datenbank)

Checkpoint (Datenbank)

Datenbanken Svenska → Aktualisiert: 2026-09-06

Ein Punkt, an dem die Datenbank alle „dirty" Seiten (im Speicher geändert, aber noch nicht auf Platte) in die Datendateien schreibt und markiert, wie weit das WAL angewendet wurde. Das begrenzt, wie viel Log bei einer Absturzwiederherstellung erneut abgespielt werden muss.

Mechanik: Zwischen zwei Checkpoints liegen Änderungen im Speicher (Buffer Pool) und im WAL; bei einem Checkpoint werden die dirty Seiten auf Platte geschrieben und ein Checkpoint-Eintrag protokolliert. Nach einem Absturz muss nur das WAL seit dem letzten Checkpoint erneut abgespielt werden → kürzere Wiederherstellungszeit. Abwägung: Häufige Checkpoints beschleunigen die Wiederherstellung, erhöhen aber die I/O-Last (Schreibspitzen); seltene senken die I/O-Last, verlängern aber die Wiederherstellung und lassen das WAL wachsen. PostgreSQL verteilt die Schreibvorgänge („Spread Checkpoints"), um I/O-Stöße zu vermeiden; InnoDB nutzt „Fuzzy Checkpoints". Einstellbar über checkpoint_timeout/max_wal_size. Eng verzahnt mit der WAL-Rotation. Hängt mit WAL und WAL-Rotation zusammen.

← Zurück zum Lexikon