Kausale Konsistenz
Ein Konsistenzmodell, das nur die Reihenfolge kausal zusammenhängender Operationen garantiert (hat A B verursacht, sehen alle Knoten A vor B), während Operationen ohne Kausalzusammenhang von verschiedenen Knoten in unterschiedlicher Reihenfolge gesehen werden dürfen. Das stärkste Modell, das mit hoher Verfügbarkeit bei einer Netzwerkpartition vereinbar ist.
Idee: Nicht jedes Ereignis braucht eine globale Reihenfolge — nur jene mit Ursache-Wirkungs-Beziehung. Postest du einen Beitrag (A) und jemand antwortet (B), müssen alle A vor B sehen, sonst erscheint die Antwort ohne die Frage. Zwei unabhängige, gleichzeitige Beiträge dürfen dagegen für verschiedene Nutzer in beliebiger Reihenfolge erscheinen — das fällt nicht auf. Die Nachverfolgung läuft über Vektoruhren bzw. Dependency Tracking.
Der Gewinn: stark genug, um die verwirrendsten Anomalien zu vermeiden — Antwort ohne Frage —, aber schwach genug, um bei einer Partition verfügbar zu bleiben, anders als Linearisierbarkeit, die CAP dann verbietet. Eingesetzt in COPS, MongoDBs Causal Sessions und als Standard in vielen modernen Systemen.