Sprungvorhersage
Moderne CPUs raten, welcher Zweig einer if-Anweisung genommen wird, und beginnen ihn spekulativ auszuführen. Bei Fehlvorhersage wird die Arbeit verworfen.
Pipelines mit 15+ Stufen müssen weiterarbeiten, auch wenn Sprungbefehle eigentlich auf die Bedingung warten müssten. Eine Fehlvorhersage kostet 15–20 Takte. Prädiktoren: 2-Bit-Sättigungszähler, Tournament-Prädiktor, neuronaler Perzeptron-Prädiktor (AMD Zen). Branchless Code (cmov, Bit-Tricks) umgeht Sprünge ganz — schneller, wenn der Prädiktor bei den Daten schlecht abschneidet. Der Spectre-Angriff (2018) nutzte spekulative Ausführung aus, um Daten über Cache-Seiteneffekte abzugreifen.