Beale-Chiffren
Drei Zahlenchiffren, die angeblich zu einem vergrabenen Schatz in Virginia führen; eine ist gelöst, zwei nicht, und der Schatz ist nie aufgetaucht.
Die Geschichte erschien 1885 in einer Broschüre. Ein gewisser Thomas J. Beale habe in den 1820er-Jahren im Bedford County Gold und Silber vergraben und drei verschlüsselte Dokumente hinterlassen. Das zweite lässt sich als Buchchiffre lesen: Jede Zahl bezeichnet ein Wort in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, und dessen Anfangsbuchstabe ist der Klartext. Es beschreibt den Schatz — aber nicht, wo er liegt.
Das erste und das dritte Dokument haben jedem Angriff widerstanden. Sprachwissenschaftler haben Wörter im Text gefunden, die in den 1820er-Jahren kaum gebräuchlich waren, und statistische Untersuchungen legen nahe, dass sich die Zahlen nicht wie echter Chiffretext verhalten. Die wahrscheinlichste Erklärung: Die Broschüre war ein Schwindel, geschrieben, um Exemplare zu verkaufen. Gegraben wird trotzdem weiter.