AVATAR (Terminalprotokoll)
Eine schlankere Alternative zu ANSI-Escape-Codes für BBS-Grafik, gedacht damit bunte Menüs ankamen, bevor dem Anrufer am langsamen Modem die Geduld ausging.
George A. Stanislav beschrieb den Advanced Video Attribute Terminal Assembler and Recreator 1989 in FSC-0025. Wo ANSI für einen Farbwechsel etwa ESC[1;33;44m brauchte, kam AVATAR mit ^V^A und einem Attributbyte aus. Die Basisstufe AVT/0 kannte zudem einen Wiederholungsbefehl, ^Y, der dasselbe Zeichen N-mal schrieb – simple Lauflängenkodierung, die Rahmen und Füllflächen deutlich schrumpfen ließ.
Opus, Maximus und etliche weitere BBS-Pakete unterstützten es, und Terminalprogramme wie Telix konnten es darstellen. Doch ANSI hatte längst gewonnen: durch ANSI.SYS auf jedem DOS-Rechner und durch die ANSI-Art-Szene, die für das Format zeichnete, das jeder öffnen konnte. AVATAR blieb die technisch bessere Option, die meist in Einstellungsmenüs überlebte.