AS-Path-Prepending
Die eigene AS-Nummer mehrfach in den Pfad schreiben, damit er länger aussieht — in der Hoffnung, dass die Welt einen anderen Weg in das eigene Netz wählt.
Das Problem, das damit gelöst werden soll: Den ausgehenden Verkehr kontrolliert man selbst, den eingehenden nicht — den bestimmen alle anderen. Da die Pfadlänge eines der Kriterien in BGPs Auswahlprozess ist, lässt sich ein Pfad durch künstliche Verlängerung unattraktiver machen. Die Methode ist allerdings in dreierlei Hinsicht stumpf. Sie wirkt nur, wenn die Pfade in der Entscheidungsreihenfolge weiter oben gleichwertig sind, und die Local Preference wird vom Empfänger gesetzt und schlägt die Pfadlänge immer. Der Effekt ist nicht graduell, sondern springt. Und jenseits von etwa drei bis fünf Wiederholungen passiert gar nichts mehr, weil viele Netze unplausibel lange Pfade filtern oder ignorieren. Communities liefern deutlich mehr Präzision.