Andrew Appel
Professor in Princeton, zunächst bekannt für Compiler und Standard ML – und dann dafür, gebrauchte Wahlcomputer zu kaufen, um zu zeigen, wie leicht sie sich manipulieren lassen.
In den 1980er- und 90er-Jahren war Appel eine der treibenden Kräfte hinter Standard ML of New Jersey und schrieb die Lehrbücher zu Modern Compiler Implementation (1998), durch die sich bis heute reichlich Informatikstudierende quälen. Später widmete er sich vor allem formal verifizierter Software.
2007 kaufte er Sequoia-AVC-Advantage-Geräte, die ein Landkreis als Überschuss verkauft hatte. 2008 zeigte sein Team – darunter Harri Hursti und Brian Kernighan –, dass sich der ROM-Chip in wenigen Minuten austauschen lässt; danach verschob die Maschine unauffällig Stimmen zwischen Kandidaten, ohne dass von außen etwas zu sehen war. Der Bericht entstand als Gutachten in einem Prozess in New Jersey. Sequoia drohte mit Klage; die Geräte blieben trotzdem noch Jahre im Einsatz.